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Von Trainerlegende Christof Stöckert exzellent auf den Gegner eingestellt, begann die TuS-Equipe selbstbewusst und druckvoll. Folgerichtig konnte man bereits nach ca. 10min durch einen Treffer von Jungspund Alex Basler mit 1:0 in Führung gehen. In der Folge riss Rheinfelden jedoch das Spielgeschehen immer weiter an sich. Es dauerte allerdings bis kurz vor dem Pausenpfiff bis der nicht unverdiente 1:1 Ausgleich fiel.

Somit war in der Halbzeitpause mal wieder das taktische Können von Kult-Trainer Stöckert gefragt. Allerdings blieb er dieses Mal mit seinen Anweisungen und Entscheidungen hinter den (zu) hohen Erwartungen zurück.

Um es aber vorweg zu nehmen: im Verlaufe der zweiten Halbzeit konnte er diese Underperformance durch einen lehrbuchmäßigen taktischen Kniff eindrucksvoll korrigieren.

Die zweite Hälfte begann zunächst von beiden Seitrn recht zäh. Vermutlich mussten beide Teams dem Hochgeschwindigkeitsfussball der 1.Halbzeit etwas Tribut zollen. Nachdem das Spiel also einige Zeit so vor sich hin plätscherte, erfolgte die unausgesprochene taktische Anweisung von Trainerfuchs Stöckert: "die schläfern wir jetzt ein und dann schlagen wir eiskalt zu".

Kaum (bzw. gar nicht) ausgesprochen von Stöckert erfolgte ca. 12min vor Spielende auch schon ein einstudierter Flügelangriff, welcher von Patrick "Hockeyschläger" Selb in bisher umbekannter Torjäger-Manier zur viel umjubelten 2:1-Führung vollendet wurde.

Während Stöckert sich noch gedanklich für diese Trainer-Meisterleistung auf die eigene Schulter klopfte, kamen die Rheinfelder nochmals zu einer sehr guten Chance. Dies blieb jedoch glücklicherweise ungenutzt. (Anmerkung des Autors: korrekterweise muss gesagt werden, dass diese Rheinfelder Chance bereits früher im Spiel zustande kam,. Aber aus dramaturgisch Gründen passte sie meiner Meinung hier besser)

Nun war erst einmal durchatmen angesagt. Und auch erneutes durchwechseln.

So musste/durfte unter anderem auch Christian "Kutti" Kuttler (nach einigen geplanten taktischen Fehlpässen nach dem "Kloppschen Prinzip") unter tosendem Applaus das Spielfeld verlassen. Hierbei blieb allerdings unklar, ob der Applaus der Leistung des Spielers oder der (harten aber richtigen) Entscheidung des Trainers galt.

Direkt im Anschluss hätte unser Torjäger und Trainerliebling Alex Basler auf 3:1 stellen können. Leider ging sein Schuss knapp am Tor vorbei.

Das wäre wohl die Vorentscheidung gewesen. Doch wie wir wissen kommt es im Fussball in solchen Fällen leider oft (1) anders und (2) als man denkt. So auch in diesem Fall: 2min vor Ende der rugulären Spielzeit konnte der FSV Rheinfelden zum 2:2 ausgleichen. Ernüchterung machte sich im weiten Rund breit und auf einmal herrschte Totenstille in der nahezu vollbesetzten Hölzele-Arena. Das war ein echter Nackenschlag für die wacker kampfenden TuS-Gladiatoren und deren nahgereistem Anhang.

Doch die stolzen Krieger vom TuS ließen die Köpfe nicht hängen und erspielten sich ca. 1 Minute vor Abpfiff nochmals eine weitere hochkarätige Torchance. Doch leider wurde auch diese knapp vergeben.

Der dann erfolgte Schlusspfiff durch Schiedsrichter Tutgut (ähmm Turgut), tat vorallem den Rheinfelder Beinen gut.

 

Während die durchtrainierten und voll im Saft stehenden Efringer (regelkonform!!!) von einer Verlängerung ausgingen, setzten die Rheinfelder Altstars alles auf die Karte "Elfmeterschießen".

Was nun? Guter Rat war teuer und für beide Mannschaften stand viel auf dem Spiel, vor allem Prestige und Unsterblichkeit!

Während die Efringer mit ihrer unerfahren Nachwuchs-Truppe ihre Feldvorteile in einer Verlängerung sahen, wussten die erfahreneren Rheinfelder um ihre Opportunitität in Sachen Routine und Kaltschnäuzigkeit und plädierten somit für ein Elfmeterschießen.

Als dann Schiedsrichter *TUT(uns nicht mehr ganz)GUT* ein Losentscheid androhte, sollten sich beide Parteien nicht einigen, gaben die besonnen Efringer klein bei und kamen den Rheinfelder großzügig und gastfreundschaftlich entgegen.

Kurzum: es folgte nun ein Elfmeterschießen.

Aber vorher muss natürlich noch eine Münze geworfen werden, um zu ermitteln welches Team den ersten Elfer schießen darf/muss.

Hierauf war der Schiedsrichter allerdings gar nicht vorbereitet, er hatte nämlich kein Sackgeld dabei.

Vereinswirt Salvo konnte auch nur mit einem 50-Euroschein aushelfen.

Die Bänker unter uns wissen Bescheid: sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite des 50ers ist jeweils ein Gebäude abgebildet. Somit war auch ein "Schein-Wurf" trotz optimaler Bedingungen (Windstille) nicht unumstritten. 

Daher entschied der Schiedsrichter spontan, dass der TuS zuerst schießen muss.

Und damit nahm das Übel seinen Lauf.

 Bernd Mayer musste die ganze Last des ersten Elfmeterschützen auf sich nehmen. Leider versagten im die Nerven. Nach einem vorangegangen Purzelbaum und zwischenzeitlichem Abklatschen mit 3 Mitspielern, konnte der Rheinfelder Torhüter den Ball sicher aufnehmen. Als dann anschließend der Rheinfelder Schütze souverän verwandelte und Jüngling Martin SIlbereisen nur den Pfosten traf, war das TuS-Schicksal fast schon besiegelt. In der Folge konnte zwar unser Goalie Christian Eggs seinerseits noch gekonnt einen Elfer parieren, sowie Benni Willmann, Alex Basler und Christian Vogel ihre Pentalties (mehr oder weniger) sicher verwandeln, aber die Bürde der beiden vergebenen Elfmeter war leider nicht mehr aufzuholen.

Somit konnte der FSV Rheinfelden den Pokal zum gefühlt 9ten mal in Folge verteidigen und seit ebenso gefühlt 83 Spielen in Folge ungeschlagen bleiben.

Fazit: so nah wie heute war die FSV-Ü35 sicher noch nie am Rande einer Niederlage. Und beim nächsten Mal sind sie bestimmt fällig. Unsere Truppe ist noch etwas jung und es fehlt(e) ihr somit auch an Erfahrung und Abgezocktheit. Aber die Zukunft gehört der TuS-Ü35.

Hiervon ist auch Coach "Stöcki" überzeugt, welcher noch am Finalabend sein Trainerengament beim TuS um weitere 5 Jahre langfristig verlängerte.

Stöckert versprach: der Bezirkspokal wird unter meiner Regie auf jeden Fall noch das ein- oder andere mal in die TuS-Vitrine wandern, auch wenn ich hierfür zukünftig die Zügel kräftig anziehen muss. Und des Weiteren: Aktuell sind wir ja außerdem noch international vertreten (Trinationaler Regio-Cup)! Hier wollen wir ebenso zuschlagen und der ersten europäischen Titel in der Vereinsgeschichte einfahren!

HOPP TuS ✌⚽IMG 20180512 WA0016

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